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Prinzip der Strahlungsbeheizung

05.05.2011
Prinzip der Strahlungsbeheizung

Prinzip der Strahlungsbeheizung

Bei der Konvektionsheizung wird von einem Heizgerät die Luft erwärmt, die nachfolgend - bei der Strömung auf der Oberfläche des beheizten Objekts (Wände, Möbel, ...) - die Wärme abgibt. Aus der Sicht des Verhältnisses der abgegebenen Wärme ist der Strahlungsbestandteil bei diesem System nur minimal.
Bei der Strahlungsbeheizung ist dieses Verhältnis umgekehrt – die Strahlen erwärmen die Luft nicht (sie gehen frei durch) und die Wärmeabgabe erfolgt vor allem durch die Strahlung. Wenn der Strahlungsfluss auf die Objekte (Wände, Möbel, Fußböden) stößt, wird er zum Teil (ungefähr 15%) zurückgeworfen, aber sein größerer Teil (ungefähr 85%) wird von Objekten, auf die er stoßt, absorbiert.
Hier wird dann die Strahlungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt - die Objekte erwärmen sich. Dank erhöhter Temperatur der Objekte (Objekterwärmung) gegenüber der Lufttemperatur wird die Wärme mittels der Konvektion abgeleitet – vom Objekt wird also die Luft erwärmt. Dieses Prinzip wird auch als Infrafortheizung bezeichnet.



 

Aus dem oben beschriebenen Prinzip ergeben sich die folgenden Vorteile dieses Systems:

  • Aus der Oberfläche der Strahlungsplatte wird ein Wärmestrom ausgestrahlt, dessen überwiegender Spektrumsteil sich im Wellenlängebereich über 5 Mikrometer befindet und der zum großen Teil von der Oberfläche des menschlichen Körpers absorbiert wird: das Erwärmungsprinzip ist also ähnlich wie bei den Objekten.

  • Bei der Erwärmung von Objekten und Personen durch den Strahlungsstrom auf die Temperatur von 20-22°C kann der Wärmekomfort schon bei der Lufttemperatur von 18 -19°C gesichert sein, was die Energieeinsparung von mindestens 18 - 24% bringt.

  • In gewissen Anwendungen können die Strahlungsheizplatten zu gezielter Erwärmung der anwesenden Personen verwendet sein – große Hallen, Werkstätten, Verkaufslager oder auch Bänke in Kirchobjekten (Kirchen) – und gegenüber der klassischen Beheizung von diesen Räumen ist es möglich, eine mehr als 50% Ersparnis der Beheizungskosten zu erreichen – sog. Zonenbeheizung.

  • Es ist möglich, bedeutend gleichmäßigere Temperaturverteilung im Vertikalprofil zu erreichen - Unterschied von 1 -2°C zwischen Fußboden und Decke (bei der Konvektionsbeheizung wird der Unterschied von 1°C für 30-50 cm der Höhe angeführt).

  • Infolge kleinerer Strömung – Luftwirbelung im Raum – ist auch Staubwirbelung beschränkt, wo durch auch die Gefahr eventueller Erkrankungsentstehung - Asthma, Schleimhautinfektionen, usw. - kleiner ist.

  • Erhöhte Temperatur der Wände bedeutet auch kleinere Möglichkeit der Oberflächenkondensationsbildung, die Luftfeuchtigkeit wird nicht bedeutend vermindert.

  • Das Glas ist für den Strahlungsstrom bzw. für die Strahlung mit der Wellenlänge über 3 µm nicht transparent (diatherman) und deshalb kommen keine Verluste des Strahlungsstroms mittels Glasfächer vor.

  • Die Strahlungsheizplatten ECOSUN erfordern keine Wartung.


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